Ennstaler Roggenkrapfen alias Steirerkrapfen

Heute habe ich endlich mein Ennstaler Krapfen Rezept bekommen. Frau Lasser hat sie von ihrem alten Rezeptbuch für mich herausgesucht. Und da ich fest daran glaube, dass aus Teilen mehr wird, teile ich es mit euch.

Zutaten:

Roggenmehl   50 dag

Kalte Milch     ¼ L Milch

Salz     ½ gestrichener Esslöffel

Zubereitung:

Am Nudelbrett mit den Zutaten einen festen Teig bereiten. Eine Rolle von ca. 8 cm Durchmesser formen. Gut 1-2 cm große Stücke schneiden.

Immer zwei und zwei Stücke mit Mehl zusammendrücken, auseinander nehmen und jedes Stück auswalken.

Die Eisenpfanne wird in die Glut gegeben. Den Krapfen in das heiße Schmalz einlegen. Mit dem Krapfenspieß in der Mitte anstechen, umdrehen und sofort rausnehmen, rasch arbeiten ist dabei wichtig.

Fülle:

Gefüllt werden die Krapfen mit Steirerkas und dann zusammengerollt. Man kann auch gekochte Erdäpfel und Sauerkraut dazugeben.

Tipps:

Man kann die „Roggenen“ auch mit kaltem Brunnenwasser oder mit Buttermilch zubereiten.

Serviervorschlag:

Sie werden zur Kaffeejause oder einem Stamperl Schnaps aufgetischt. Als Hauptspeise werden sie mit Sauerkraut, Bohnenkraut oder mit heißen Erdäpfeln serviert.

Kulturelles:

„Im steirischen Ennstal is allweil der Brauch, a zwoa, a drei Kropfen und a Kasbröckl drauf“.

Der Moarknecht bekam 8 Stück, ein leichter Knecht 4 und die Dirn 2 Stück von dieser Köstlichkeit, gefüllt mit dem selbsthergestellten Steirerkas. Schließlich hat ja die Dirn weniger zu arbeiten gehabt als der Moarknecht! 😉

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Über pamirsehen

Hi ich lebe in Graz und werde von meinen täglichen Erlebnissen in Graz berichten!
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2 Antworten zu Ennstaler Roggenkrapfen alias Steirerkrapfen

  1. Walter Klopf schreibt:

    Danke für das Rezept.

    Ich bin Liezener geb. in Rottenmann und lebe seit 40 Jahgren in Klagenfurt und war viel im Ausland.
    Bevor meine Mutter in Liezen stab war ich ein paar mal im Jahr bei Ihr auf Besuch.
    Da gab es immer die Rugganen Kropfen mit den Steirerkas aus der Sölk. Meine Mutter konnte nie das Rezept erfahren. Vieleicht war es ein Bauerngeheimnis.
    Mein Tante war noch für einen Bauern aus Lassing Sennerin in Donnerbachwald und beim Almabtrieb waren wir Kinder immer in Döllach wo die Tante mit den Kühen vorbeikamm. Dort hat sie uns noch mit Raunkalan verköstigt. Die haben folgent ausgesehen: Eine Teignudel von ca. 2 cm Durchmesser und 2 cm Stückerl herabgeschnitten. Sie waren süß und ich glaube in Butterschmalz herausgebacken. Das hat uns Kindern natürlich sehr gut geschmeck.
    Ich freue mich schon auf meine eigene Rugganen Kropfen mit Sauerkraut den den Steirerkas muß mir mein Bruder erst im Ennstal besorgen.
    Herzlichen Dank und liebe Grüß0e
    aus Klagenfurt

    Walter Klopf

    • pamirsehen schreibt:

      lieber walter!
      das ist echt eine schöne Erzählung! Danke dafür!
      Ich lebe ja in Graz und meine erste Begegnung mit Steirerkas war im Jahre 1996 im Sölktal und es war Liebe auf dem ersten Blick, nein, pardon, auf dem ersten Riecher!
      Die Steiererkrapfen dürfte ich erst im 2001 kennenlernen dürfen und ich war echt überrascht, dass eine Schwester von indischen Puri in der Oberstmk lebt!
      Es läuft schon das Wasser in meinem Mund zusammen!
      liebe Grüße
      Pamir

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